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17.09.2018 „Sonor in Weißenfels“ Weitere Informationen und Bilder über die Trommelfabrik

(Mitteldeutsche Zeitung von Holger Zimmer,  17.09.2018)

Klaus Ruple während seiner Lesung. Auch Trommeln hatte er aus seiner Sammlung mitgebracht. Foto: Peter Lisker

Weißenfels– Bereits beim Lesen des Buches „Sonor in Weißenfels“ stand auf Seite 10 für Vereinschef Olaf Brückner fest: Klaus Ruple muss im Kloster lesen. Das tat der Mittfünfziger am Sonnabendnachmittag dann auch. Er erzählte von seinen Recherchen in der Saalestadt über die Trommelfabrik, die bis Anfang der 1990er Jahre existierte und davon, dass ihn Stadtarchivarin Silke Künzel „gelehrt hat, wie man ein Buch schreiben sollte“. Auch der Name Klaus Koar fällt, der bis zuletzt in der Trommelfabrik gearbeitet hat.

Ob es irgendwann eine erweiterte Ausgabe geben wird? Denn immerhin berichtet Ruple, der von der kleinen Trommel bis hin zum Signalhorn mehr als 100 Sonor-Instrumente auch aus der Weißenfelser Trommelfabrik besitzt, von neuen Erkenntnissen. So habe ihn kürzlich Bernhard Sprenger, der im Schwäbischen nur wenige Kilometer von ihm entfernt wohnt, mit 20 Fotos überrascht. Eines davon zeigt eine Verlobungsfeier bei Firmeneigner Otto Link, bei der Sprengers Oma dabei war.

Autor in Weißenfels: Zweifel, ob die Substanz für eine überarbeitete und erweiterte Auflage reicht

Ruple gibt sich zurückhaltend. Sicher wäre die Familiengeschichte von Unternehmensgründer Link ebenso interessant, wie die Entwicklung nach der Enteignung in Weißenfels 1950. Doch der Schwabe, der seit Jahrzehnten selbst als Schlagzeuger in Bands spielt, hat Zweifel, ob die Substanz für eine überarbeitete und erweiterte Auflage reicht.

Ruple spart bei seiner Lesung nicht mit Anekdoten wie der über die Flucht von Geschäftsführer Otto Link in den Westen. Um einer Zuchthausstrafe wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen zu entgehen, floh er mit Hilfe seines Sohnes erst nach Leipzig und von dort in einem gemieteten Rettungswagen und mit einem angeheuerten Arzt. Bandagiert und nicht erkennbar wurde er mit Martinshorn als „Schwerverletzter“ zur fiktiven Behandlung nach Westberlin transportiert. Dabei wies ihn ein gefälschter Pass als westdeutschen Bürger aus.

Interessenten sind ins Claren-Kloster gekommen, die Erinnerungen an die Trommelfabrik haben

Einige Interessenten sind ins Claren-Kloster gekommen, die Erinnerungen an die Trommelfabrik haben. So berichtet Rudolf Scheibert (85), dass sein Vater dort als Elektriker gearbeitet hat. Auch einen Speiseraum gab es und er habe als Junge oft meist Eintopf zum Mittagessen für den Vater in den Betrieb geschafft. Er wisse noch, dass das beim Säubern der Felle anfallende Fett daheim im Krieg zu Seife verarbeitet wurde. Sein Vater habe auch mal ein Bild bei einem Gewinnspiel bekommen und war außerdem in einem Spielmannszug, in dem er die Trommel geschlagen hat. Einmal habe er daheim das Trommelfell wechseln müssen. Das könnte 1935 zur 750-Jahr-Feier der Stadt gewesen sein.

So soll das zukünftige Café an der Trommelfabrik irgendwann mal aussehen. Foto: Roaya und Jakobsbau GmbH

Zwei Schlagzeuger kamen ebenfalls zur Lesung: Peter Otto (61) und Hugo Sachsenweger (68), die musikalisch immer noch aktiv sind. Otto betont, dass er immer mit einheimischen Schlagzeugen gespielt hätte. Die habe man – im Gegensatz zu anderen Dingen – auch zu kaufen bekommen. Sachsenweger berichtet, dass er mit zwei Musikern bekannt war, die in der Trommelfabrik beschäftigt waren. Er war für sie Ideengeber bei einem Neuererwettbewerb, bei dem Instrumente mit Messingkessel und Verchromung entstehen sollten.

Zwischen 1974 und 1975 in der Trommelfabrik Wirtschaftskaufmann gelernt

Interessant sei gewesen, dass das Mitte der 1970er Jahre zwar abgelehnt worden war, er aber seine Idee kurz nach der Wende in einem Dresdener Geschäft umgesetzt sah. „Die Unterlagen von damals müssen ja noch irgendwo herumgelegen haben“, mutmaßt der Senior, der der Musik treu geblieben ist.

Gunar Möller, der lange Zeit beim Behindertenverband beschäftigt war, hat es ebenfalls zur Lesung gezogen. Er hatte zwischen 1974 und 1975 in der Trommelfabrik Wirtschaftskaufmann gelernt, bevor er zum Studium an die Ingenieurschule gegangen ist. Damals habe er in der Buchhaltung die einzelnen Abteilungen durchlaufen und musste auch Versandscheine schreiben. Er erinnert sich noch, dass damals deren Vervielfältigung mit Blaupapier üblich war. Man muss abwarten, ob solche Dinge mal Stoff für eine Fortschreibung der Betriebsgeschichte werden können. Denn laut Möller soll die alte Betriebschronik unauffindbar sein. (mz)

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01.02.2018 Die neue Serie von SONOR AQ1

SONOR AQ1 Serie – Der Beat startet hier!

Reduziert auf das Wesentliche präsentiert sich die brandneue AQ1 Serie als Einstieg in die Welt des SONOR Sound – ein Birken Set, komplett mit 5-teiligem Hardware Pack aus der 2000er Serie in unseren beiden beliebten Konfigurationen Stage und Studio, erhältlich in 2 hochwertigen Hochglanz-Lackierungen: Piano Black und Piano White.

Die AQ1 Serie wurde vom Design Team in Bad Berleburg, Deutschland von Grund auf neugestaltet und konstruiert. Nicht nur optisch, durch ein neues Böckchen- und Typenschild-Design, sondern auch akustisch, durch die isolierende “SmartMount” Tomhalterung, die die 100% Birkenkessel deutlich besser schwingen lässt. Ob du ein ambitionierter Einsteiger oder bereits ein SONOR Liebhaber bist, der das zusätzliche Gig-Set sucht – AQ1 ist für dich.

03.12.2017 Das Buch von Klaus Ruple  “SONOR in Weissenfels” ist bestellbar

 

 

 

 

 

 

 

20.10.2017 Der neue SONOR 3D SQ2 Konfigurator ist online

 

 

 

 

 

 

23.09.2017 Die neue Serie von SONOR AQ2

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Die Serie bietet 5 Standard-Konfigurationen als Basis. Alle Trommeln sind einzeln erhältlich, was dir die Zusammenstellung von ungewöhnlichen Sets, oder die Erweiterung von Standard-Konfigurationen innerhalb der AQ2 Serie kinderleicht macht.

Alle Kessel sind aus 7 Lagen Ahorn (4 Lagen Kanadisches Ahorn, 3 Lagen Chinesisches Ahorn) gefertigt. Die neue SmartMount Tom Halterung reduziert den Kontakt von Metall auf Kessel auf ein Minimum, und optimiert dadurch den Sustain.

18.05.2017

SONOR IN WEIßENFELS als Buchveröffentlichung im Herbst 2017 mit über 400 Fotos und Dokumenten von Klaus Ruple

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